Showa Sanshoku — Schwarz als Basis
Varietäten-Lexikon · 5 Min. Lesezeit · Koiya Redaktion
Der Showa Sanshoku — meist kurz Showa — gehört wie Kohaku und Sanke zur Gosanke, den drei klassischen Koi-Varietäten. Er ist dreifarbig: schwarz, rot und weiß. Anders als beim Sanke ist beim Showa jedoch das Schwarz die prägende Grundfarbe, die sich kräftig über den ganzen Körper zieht und den Fisch dominiert. Rot und Weiß setzen darauf ihre Akzente. Diese wuchtige Schwarzzeichnung macht den Showa unverwechselbar — und anspruchsvoll in der Beurteilung.
Das Sumi — das entscheidende Merkmal
Beim Showa ist die schwarze Zeichnung (Sumi) das wichtigste Bewertungsmerkmal. Erwünscht ist ein tiefes, glänzendes Schwarz, das oft mit dem Glanz von „Klavierlack“ verglichen wird. Typische Elemente sind:
- eine Schwarzzeichnung, die sich auch über den Kopf zieht (häufig als Blitz- oder Menware-Muster) — ein Kopf ganz ohne Schwarz wirkt beim Showa flau,
- Motoguro — schwarze Zeichnung am Ansatz der Brustflossen,
- ein Zusammenspiel, bei dem sich Schwarz, Rot und Weiß klar voneinander abgrenzen.
Bei hochwertigen Showa wird beschrieben, dass sich das Schwarz mit dem Alter etwas „zurückzieht“ und Rot und Weiß stärker zur Geltung kommen. Das Sumi entwickelt sich oft über Jahre und ist bei jungen Fischen noch nicht endgültig ausgeprägt.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Wie bei allen Gosanke gilt die Prioritätenfolge Körperform zuerst, dann Farbqualität, dann Zeichnung. Speziell beim Showa wird zusätzlich empfohlen:
- zuerst die Schwarz-Qualität prüfen (Tiefe, Glanz),
- auf eine ausgewogene Balance der drei Farben achten — die Zeichnung soll nicht zu schwer „lasten“, genug Weiß bleibt wichtig,
- die Farbstabilität im Blick behalten: Beim Showa kann sich das Rot mit der Zeit etwas auflösen, die Farbstabilität gilt als weniger verlässlich als bei mancher anderen Varietät.
Showa oder Sanke?
Showa und Sanke sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, und eine sichere Unterscheidung ist in einem Teil der Fälle selbst für Kenner schwierig. Als Orientierung dienen zwei Merkmale: Der Showa trägt Schwarz auf dem Kopf, der Sanke in der Regel nicht. Und der Showa zeigt Motoguro an den Brustflossenansätzen, der Sanke eher gestreifte oder klare Brustflossen. Zudem wirkt das Schwarz beim Showa großflächiger, als käme es „aus der Tiefe“ des Körpers.
Häufige Fragen
Was ist ein Showa?+
Eine der drei Gosanke-Varietäten, dreifarbig in schwarz, rot und weiß. Beim Showa ist das Schwarz (Sumi) die prägende Grundfarbe, die sich über den ganzen Körper einschließlich Kopf zieht.
Was ist der Unterschied zwischen Showa und Sanke?+
Der Showa trägt Schwarz auf dem Kopf und Motoguro an den Brustflossenansätzen; sein Schwarz ist großflächig. Beim Sanke bleibt der Kopf meist frei von Schwarz, und die Schwarzzeichnung sitzt als Blöcke auf dem Rücken. Eine sichere Unterscheidung ist aber nicht immer möglich.
Woran erkennt man einen guten Showa?+
An einem tiefen, glänzenden Schwarz (Sumi), einer ausgewogenen Balance von Schwarz, Rot und Weiß und — wie bei allen Koi — vor allem an einer guten Körperform.
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Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine fachkundige Beratung durch Tierärztinnen und Tierärzte, Aquaristik-Fachleute oder erfahrene Koi-Halter. Die Angaben beruhen auf in der Koi-Haltung etablierten Praxis-Werten; für die individuelle Anwendbarkeit im Einzelfall übernehmen wir keine Gewähr.
