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Neuen Koi richtig eingewöhnen

Kaufberatung · Koiya Redaktion

Temperatur angleichen

Der Temperaturangleich findet in einer separaten Wanne statt, nicht im Teich: Den Beutelinhalt in die Wanne geben und die Temperatur mit einem Thermometer verfolgen. Anschließend schrittweise Teichwasser zumischen, bis sich Temperatur und Wasserwerte angenähert haben. Den verschlossenen Beutel im Teich schwimmen zu lassen ist nicht geeignet — dabei gelangt Transportwasser aus einem fremden Bestand in den Teich.

Umsetzen ohne Transportwasser

Zum Umsetzen den Koi schonend mit Schlauch oder weichem Netz aus der Wanne in das Quarantänebecken bzw. den Teich überführen. Das Transportwasser wird verworfen und nicht mit eingeleitet: Es ist durch den Transport belastet und stammt aus einer fremden Keimflora.

Quarantäne gehört davor

Neue Koi gehören vor dem Besatz in ein separates Quarantänebecken — das gilt als eine der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen, weil auch ein äußerlich gesunder Fisch Krankheiten übertragen kann (siehe „Quarantäne für neue Koi“). Das gilt auch für Tiere aus einer Anlage mit eigener Quarantäne: Die Quarantäne im eigenen Bestand schützt vor dem Aufeinandertreffen zweier Keimfloren und wird dadurch nicht ersetzt.

Aufsalzen zur Vergesellschaftung

Als Orientierung für die Vergesellschaftung wird mit 0,6 % aufgesalzen, also 6 g reinem Kochsalz je Liter. Verwendet wird ausschließlich reines Kochsalz ohne Zusätze, und die Konzentration wird genau berechnet und gemessen statt geschätzt. In neuen Anlagen gilt im ersten Jahr ein niedrigerer Bereich von 0,1–0,15 % (siehe „Salz im Koiteich“).

Die ersten Tage

In den ersten Tagen wird nicht gefüttert — üblich ist eine Pause von etwa vier bis sieben Tagen, danach beginnt die Fütterung langsam wieder. Beobachtet werden Verhalten, Atmung und Haut; ein gut eingewöhnter Koi zeigt bald wieder normales, neugieriges Verhalten.

Häufige Fragen

Wie gewöhnt man einen neuen Koi ein?+

In einer separaten Wanne die Temperatur angleichen, schrittweise Teichwasser zumischen und den Koi dann mit Schlauch oder weichem Netz umsetzen. Das Transportwasser wird verworfen; der verschlossene Beutel wird nicht im Teich schwimmen gelassen.

Ist eine Quarantäne nötig?+

Ja — eine Quarantäne im eigenen Bestand steht grundsätzlich vor dem Besatz, auch wenn das Tier aus einer quarantänisierten Anlage stammt. Sie schützt davor, dass zwei fremde Keimfloren unbeobachtet aufeinandertreffen.

Wie hoch wird zur Vergesellschaftung aufgesalzen?+

Als Orientierung 0,6 %, also 6 g reines Kochsalz je Liter — genau berechnet und gemessen, nicht geschätzt. In neuen Anlagen gilt im ersten Jahr ein niedrigerer Bereich von 0,1–0,15 %.

Wann darf nach dem Einsetzen wieder gefüttert werden?+

Nach einer Fütterungspause von etwa vier bis sieben Tagen, danach langsam beginnend.

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Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine fachkundige Beratung durch Tierärztinnen und Tierärzte, Aquaristik-Fachleute oder erfahrene Koi-Halter. Die Angaben beruhen auf in der Koi-Haltung etablierten Praxis-Werten; für die individuelle Anwendbarkeit im Einzelfall übernehmen wir keine Gewähr.